Nachdem ich schon einige Erfahrung gesammelt hatte mit Süsswasseraquarien ( in Spitzenzeiten 8qm3 ;) und zeitweise sogar einem eigenen Raum nur für Aquarien war es beim Umzug Zeit, auszumisten.
Aber kennt jemand Aquarianer, die sich freiwillig verkleinern? :-)
Nun ja, es war klar, dass nach dem Umzug weniger Becken aufgestellt werden würden, also musste ein Ausgleich für das geringere Volumen her!
Da ich schon immer ein Exotenfreund war, fiel die Wahl auf den Ausbau des Salzwassers, das bot sich mit seiner Farbenpracht und Vielfalt geradezu an.
Nachdem dieser Entschluss feststand, gings in die Planung, bei der es einige wichtige Fragen zu klären galt:
Welche Größe sollte das Becken haben?
Aus welchen Materialien sollten das Becken und der Schrank sein?
Wie musste es konstruiert sein, um möglichst geräuscharm zu sein sowie einfache Handhabung und späteren eventuellen Ausbau zu gewährleisten?
Welche Filtermethode und wie groß sollte das Filterbecken sein?
Welche Technik musste in welcher Größe/Dimensionierung wo untergebracht werden?
Welche Beleuchtung eignete sich am besten?
Und zu guter Letzt, was sollte irgendwann einmal darin wohnen?
Fragen über Fragen….
Als erstes stand fest, dass zumindest die Frontscheibe, wenn nicht sogar das ganze Becken aus Weissglas sein sollte, das bietet die beste unverfälschteste Durchsicht.
Der Unterschrank sollte aus Holz selber gebaut werden, um genau die gewünschten Einbauten verwirklichen zu können zum günstigsten Preis.
Ausserdem war klar, dass es ein Riffbecken werden sollte, mit Fischen und Lebendgesteinsaufbau inklusive Korallen und Weichtieren.
Die Größe des Beckens war von vorneherein aus ökonomischen Gründen eingeschränkt *grins*, Strom und Wasseraufbereitungskosten sollten ja nicht „ausufern“ ;-)
Also wurde das Becken in der Länge den gängigen T-5 Beleuchtungsmitteln angepasst und 1, 60m lang geplant. Die Höhe von 60cm ermöglicht eine gute Ausleuchtung und einigermaßen erreichbaren Boden beim Arbeiten im Becken. Die Tiefe von 80 ermöglicht einen guten Riffaufbau und so sind auch die hintersten Ecken noch einigermaßen erreichbar.
Das Becken hat oben einen 5cm Glassteg-Rand und 2 10cm breite Querstege.

Das Filterbecken darunter beinhaltet 2 Kammern und die komplette Technik (Filter, Abschäumer, Kalkreaktor, Pumpe) im Schrank unter dem Aquarium. Um die beiden Becken zu verbinden, wurde ein sehr flacher Filterschacht mit nur 20cm genommen und drei Bohrungen ( 2x 55mm und 1x 35mm ). Der sehr flache Schacht sorgt für eine Minimierung des Wasserplätscherns beim Abfliessen. Auch die Einleitung des Wassers in das Filterbecken darunter wurde so geräuscharm wie möglich konstruiert. Hier wurden in die Verrohrung auch gleich noch ein Wasserablass mit Absperrhahn und eine eventuelle Anbindung eines weiteren Beckens an die Filteranlage miteingeplant. Ein kleiner IKS Mess- und Steuerungscomputer mit Temperatur- und PH-Sensor ist bereits vorhanden.
Das Filterbecken selber und die Technik stand eigentlich von vorneherein fest:
Das Filterbecken hat im Moment die Maße 100x 50x 50, eventuell wird es noch vergrößert.
Die erste Kammer ist durch eine Glasscheibe zweigeteilt, die oben fast bis zum Rand des Beckens reicht, unten aber ca. 10 cm über dem Boden aufhört. Hier sitzen auch die Sensoren des IKS.In den ersten Teil der Kammer läuft das Wasser von oben hinein, durch ein Filtervlies unter der Glasscheibe hindurch in den zweiten Teil der Kammer. Hier steht der Abschäumer zum Wasserreinigen. Über die 2. Unterteilung läuft das Wasser in die große Filterbeckenkammer, in der der Kalkreaktor steht.
Von hier aus wird das Wasser über eine Pumpe wieder hoch ins Riffbecken gepumpt.
Der Abschäumer ( bis 1200l Beckengröße ausgelegt mit Aquabee-Pumpe) sowie der Kalkreaktor (auch mit Aquabee-Pumpe)sind von H&S, die Rückförderpumpe ist eine Eheim compact 2000+.
Außerdem werden im Schrank noch zwei große Steckdosenleisten mit 10 Plätzen benötigt sowie eine CO2-Anlage und IKS-Steckdosen.
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